Automatisierung der Darlehensbearbeitung in der Wüstenrot Bausparkasse AG

Dr. Joachim Degel, 14.08.2015

Roman Vornholt

Ein Interview mit Roman Vornholt, Leiter Operations bei der Wüstenrot Bausparkasse AG im baden-württembergischen Ludwigsburg. Die W&W AG gehört unter anderem mit ihrer Bausparkasse zu den größten Finanzdienstleistern unter den privaten Bausparkassen.

Zahlen, Daten und Fakten zur W&W AG

Die Wüstenrot Bausparkasse AG ist eine Tochter der Wüstenrot&Württembergische AG. Das Unternehmen zählt insgesamt 14.000 Mitarbeiter und hat zwei Geschäftsfelder, die “BausparBank” und Versicherungen. Insgesamt hat die W&W AG rund 6 Millionen Kunden.

Zur Person

Roman Vornholt ist ausgebildeter Betriebswirt und seit 2014 Leiter Operations bei der Wüstenrot Bausparkasse in Ludwigsburg. Herr Vornholt war auf Seiten der W&W AG für die reibungslose Einführung der Darlehensautomatisierung verantwortlich.

Herr Vornholt, was verstehen Sie unter Finanz-Automatisierung?

Das ist für uns ganz eindeutig formuliert: Ein automatisierter Finanz-Prozess ist ein in sich geschlossener Kreislauf, der mit vollständig eingegebenen Daten ohne zusätzliche manuelle Eingaben oder Eingriffe einen kompletten Geschäftsvorfall abdeckt. So sind wir dann auch konsequenter Weise die Automatisierung unserer Darlehensprozesse angegangen.

Werden wir etwas genauer - was war Ihr konkreter Projektauftrag?

Für uns bestand in diesem Zusammenhang der Wunsch nach einer Entwicklung und Implementierung eines vollautomatisierten Kreditentscheidungsprozesses für nicht dingliche Kreditanträge. Dieser Entscheidungsprozess musste dabei in die bestehende Infrastruktur und in die bestehende Hard- und Softwarearchitektur integriert werden. Darlehensanträge, die online im Baufi-Portal erfasst werden, sollen ohne Zeitverzögerung sofort automatisch bearbeitet werden.

Welche Aufgabe hatte die BGK in diesem Projekt?

Die BGK hatte in ihrer Rolle als ausgewiesener Experte von Finanzprozessen die Verantwortung für die fachliche und technische Konzeption der gesamten Automatisierung. Daneben hat die BGK auch die Integration des technischen Automatisierungsservices in unsere Host-Applikationen begleitet.

Was war für Sie das Highlight im Projekt?

Da muss ich nicht lange überlegen: Nach der offiziellen Übergabe gab es bis heute keinen Ausfall der Anwendung. Das war sicherlich ein Ergebnis der guten Projektdurchführung und der intensiven Betreuung der Nutzer durch das Projektteam. So konnten wir die geplante schnelle Steigerung der Automatisierungsquote erreichen. Heute liegen wir übrigens bei rd. 90% des angestrebten Zielwertes - ein beachtlicher Wert!

Was sind Ihre “Nachworte” zu Ihrem Projekt?

Die Automatisierung von Darlehen ist für uns nur der erste Schritt von vielen weiteren die bald folgen werden. Die Automatisierung unserer Prozesse ist für uns ganz und gar strategisch. Wir senken mit unserem neuen Kreditentscheidungsprozess signifikant Personal- und Sachkosten durch Reduktion der manuellen Verarbeitung und die kostensparende Kommunikation über digitale Medien. Dadurch schaffen wir finanzielle Freiräume, die wir direkt in unsere Digitalisierungsstrategie und somit in unsere Kundenattraktivität investieren. Darauf freue ich mich schon.

Quo vadis, Finanzwelt?

Die Automatisierung ist zwar lediglich die Basis aber auch das Kernelement für uns aber auch die gesamte Welt der Finanzdienstleister auf dem Weg zur Digitalisierung. Ohne einheitliche automatisierte Prozesse kann das Geschäftsmodell der Finanzdienstleister nicht digitalisiert werden. Und ohne weitere Digitalisierung wird es schwer neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und weiterhin tragfähige Erlöse zu erwirtschaften.

Herr Vornholt, vielen Dank für das Interview!

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