Bitcoin nicht verteufeln

Adrian Strasser, 17.06.2021

Der Bitcoin ist in den Medien üblicherweise negativ konnotiert. Eine Währung, die sich nicht anfassen lässt, weitgehend anonyme Transaktionen ermöglicht, viele Glücksritter anzieht und eine Volatilität aufweist, wie kaum ein anderes Anlageprodukt. Dabei ist die Verteufelung des Bitcoins und Kryptowährungen falsch - sie sind Innovationstreiber.

Um die wahre Innovationskraft des Bitcoins und der Blockchain-Technologie ermessen zu können, empfiehlt sich ein Blick in dessen Geschichte. Als die Entwicklung des Bitcoins im Jahre 2007 begann, bekanntlich von einer Person oder Personengruppe, die unter einem Pseudonym entwickelte, steckte Online-Banking bei vielen Banken immer noch in den Kinderschuhen. Der HBCI-Standard war gerade im Begriff, in FinTS umbenannt zu werden, das erste iPhone kam auf den Markt, immerhin mit Widgets, aber noch keinen Apps. Und das Betriebssystem Android, das heute auf vielen Milliarden Geräten läuft, war noch eine Software für Digitalkameras und gerade dabei, in die Entwicklung des ersten Android-Smartphones einzufließen, das dann aber erst 2008 erschien.

Von mobilen Anwendungen, einfach zu bedienenden Wallets zum globalen Geldaustausch und einer architektonisch dezentralen Transaktionsverwaltung mit starker Verschlüsselung war die Zeit noch weit entfernt, obwohl eben keine zwei Jahre später mit dem Bitcoin die erste Kryptowährung das Licht der Welt erblickte.

Der andere Blickwinkel auf das Banking

Wenn man es so sehen möchte, dann ist die Blockchain und der Bitcoin auch ein Versuch einer Kulturrevolution. Das Zeichen, das Geld nicht mehr nur ein "Bankengeschäft" ist und auch dezentrales Computing Authentizität sicherstellen kann, fordert die Bankenwelt und fördert FinTechs, die die Gedankengänge der "Generation Bitcoin" ganz anders interpretieren. Nicht das klassische Beratungsgespräch in der Filiale ist das Maß der Dinge, sondern Verfügbarkeit, absolute Zentrierung auf den Kundenbedarf und vor allem "Easyness". Kann sich heute noch jemand vorstellen, was für gewaltig teure Kraftakte Auslandsüberweisungen bedeuteten? Heute wird das Smartphone gezückt und mit einer ganzen Reihe von Payment-Lösungen könne selbst größere Geldbeträge an das andere Ende des Globus gesendet werden, in Echtzeit.

Das Verständnis dafür wäre ohne die Wallet, die das digitale Gegenstück des Geldbeutels darstellt, kaum möglich. Gewissermaßen ist für die Bankenwelt das Blockchaining mit seinen vielen Kryptowährungen und Finanzierungslösungen eine riesige Blaupause, bei der vor allem die Motivation dazu gelesen und verstanden werden muss.

Innovation erfahrbar machen

Der ständige, fokussierte Blick auf Fintechs und auf Branchentechnologien ist daher auch Kernstück unserer Arbeit, neben vielen Gesprächen mit Nutzern und auch "einfachen" Anwendern. Die Blockchain-Technologien ist so eine Entwicklung aus Branchenfeldern wie der Kryptografie, der Programmierung und der IT-Sicherheit und bringt daher ganz andere Ansätze zu Nutzung und Umsetzung mit.

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