Das Smartphone auf seinem Siegeszug.

Besim Karadeniz, 30.04.2015

Eine aktuelle Statistik des Statistikportals Statista über die “Opfer” des Smartphone-Booms lässt aufhorchen. In der Übersicht sehen wir sehr eindrucksvoll, wie der Smartphone-Absatz in Deutschland gleich eine ganze Reihe von einst hochlukrativen Gerätegattungen verschlingt. Dass der Smartphone-Boom den Absatz von herkömmlichen Mobiltelefonen fast vollständig absorbiert, erscheint dabei noch am wenigsten überraschend.

Infografik: Die Opfer des Smartphone-Booms | Statista

Interessant sind die Absatzerosionen weiterer Gerätegattungen. Der Absatz von Digitalkameras, Navigationssystemen hat sich im Messzeitraum seit 2007 - dem Geburtsjahr des iPhone - nahezu halbiert, der Absatz von reinen MP3-Playern ist sogar auf fast ein Viertel der 2007 abgesetzten Gerätezahlen geschrumpft - und dabei ist die Geschichte des MP3-Players selbst keine 20 Jahre alt und begann mit Speichermedien mit einer Speicherkapazität von 16 Megabytes.

Besonders betroffen von dieser Transformation sind die klassischen Hersteller von Unterhaltungselektronik, die lange Zeit den aufkommenden Markt der Smartphones nicht beachtet haben und nun an vielen Fronten zuschauen müssen, wie ihre einstigen Innovationen heute nicht mehr viel wert sind.

Gleichzeitig wird auch deutlich, dass das Smartphone immer stärker zum Allround-Gerät seiner Benutzer wird und immer mehr Funktionen übernimmt, auch wenn einzelne Funktionen in Qualität nicht unbedingt dedizierten Geräten das Wasser reichen können. Mit Abstrichen gilt dies auch für Geschäftsprozesse, die Benutzer aus Bequemlichkeit auch direkt am Smartphone durchführen möchten, beispielsweise Online-Bestellungen oder Online-Banking. Zu erwarten ist, dass sich diese Tendenz in den nächsten Jahren noch deutlich verstärken wird.

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