Die kommunizierende Bank ist die Bank von morgen

Rainer Schäfer, 07.04.2022

Das Thema Open Banking beschäftigt die meisten Banken bereits seit Jahren. Uns auch. Viele Megatrends der letzten Jahre hatten ein unweigerliches Ziel - ein offenes Banking mit alten und neuen Akteuren. Und der zentralen Frage für Banken: Müssen wir uns Sorgen machen oder ist es die "Mutter aller Chancen"?

Die kommunizierende Bank ist die Bank von morgen Das Thema Open Banking beschäftigt die meisten Banken bereits seit Jahren. Uns auch. Viele Megatrends der letzten Jahre hatten ein unweigerliches Ziel - ein offenes Banking mit alten und neuen Akteuren. Und der zentralen Frage für Banken: Müssen wir uns Sorgen machen oder ist es die "Mutter aller Chancen"? Viele Banking-Anwendungen der letzten Jahrzehnte waren geprägt von Insellösungen, die - wenn sie überhaupt miteinander interagieren konnten - oftmals mit abenteuerlichen Konstruktionen realisiert werden mussten. Die Hauptgründe dafür waren lange Zeit fehlende Standards und Interoperabilität. Trotz dieser architektonischen Mängel funktionierte die Abwicklung von Vorfällen, allerdings mit teilweise erheblichem Programmieraufwand bei allen Beteiligten. Fehlende Programmierschnittstellen, so genannte Advanced Programming Interfaces (API), machen die schlanke und effiziente Prozessabwicklung in immer stärker digitalisierten Welten schwer bis unmöglich.

Das ist besonders jetzt ein großes Problem, wenn es darum geht, dass Banken ihre Produktportfolios erweitern wollen - und müssen. Die Ausrichtung dabei ist nicht mehr, dass sich externe Dienstleister vollständig auf Banken ausrichten, sondern das Gegenteil ist der Fall: Banken müssen andockbare Programmierschnittstellen haben, die einheitlich und zuverlässig funktionieren.

Allein bei schon herkömmlichen Banking-Geschäftsvorfällen ist Open Banking ein Segen. Einheitliche Banking-API ermöglichen vertrauenswürdigen Zugriff nicht nur von Banking-Software, sondern auch von Buchhaltungen, Zahlungsanbietern wie Paypal, Google Pay oder Apple Pay. Und selbst unter Banken selbst. Schon in vielen Online-Banking-Anwendungen von Banken ist ein API-Zugang integriert, mit dem der Abruf von Konten anderer Banken möglich ist. Oftmals ein wenig versteckt, allerdings mit riesigem Potential für die Kundenzufriedenheit. Die kommunizierende Bank ist die Bank von morgen.

Open Banking als Türöffner für neue Technologien

Das Besondere von guten und funktionierenden API ist deren Entwicklungsmöglichkeit. Alle modernen Betriebssysteme haben daher nicht einfach nur einen Satz von API, sondern entwickeln diese ständig weiter, erkennbar durch so genannte "API Levels". Diese unterscheiden sich üblicherweise dadurch, dass höhere API-Level auch umfangreichere und neue Diensteschnittstellen mitbringen.

Und jetzt kommt die oft verschmähte PSD2-Richtlinie ins Spiel, deren grundsätzliches Ziel einheitliche Schnittstellen sind, mit denen Banken zu mehr Wettbewerb und die Branche zu mehr Innovation im Bereich der Digitalisierung gedrängt wird. Was immer noch von vielen Entscheidern als eine Last angesehen wird, kann mit der richtigen Strategie die Mutter aller Chancen werden. Open-Banking-API sind eine direkte Folge der PSD2-Richtlinie. Open Banking ist daher für Banken jeder Größe die Möglichkeit, auch hochinnovative Fin- und Insurtech-Dienstleistungen in die eigenen Systeme aufzunehmen.

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