Was ist eigentlich “Software defines everything” (SDx)?

Michael Rettinger, 15.12.2017

Die moderne IT-Welt entwickelt sich schon seit einigen Jahren in Richtung von abstrahierten und voneinander getrennten Diensten. Das beste Beispiel ist hier die Virtualisierung, um Betriebssystemumgebungen und Anwendungen von der darunterliegenden Hardware zu trennen und damit flexibel und agil zu betreiben. Eine große Herausforderung für Umgebungen mit klassischen Systemstrukturen, die sich aber in den allermeisten Fällen schon nach kurzer Zeit rentiert.

Früher war alles vermeintlich einfach: Auf den (teuren) PC des Bankberaters kam ein oder mehrere Softwareprogramme, die auf Knopfdruck die Beratungsarbeit ergänzen konnten mit Angebotserstellung, Bereitstellung von wichtigen Unterlagen und Buchung von Produkten und Dienstleistungen. Auch die Vernetzung war teuer, von der Speicherung der Daten ganz zu schweigen. Und die richtig großen Kostenfaktoren dieser Umgebung, wie beispielsweise das Deployment von Anwendungen oder die Verwaltung der IT-Strukturen sind oftmals gar nicht so sehr sichtbar, sondern finden weitgehend im Hintergrund statt.

Software defined solutions schaffen mit zusätzlichen Abstraktionsebenen Trennungen von bisher stark miteinander verbundenen Prozessen und Prozessgruppen. Den virtualisierten Server haben wir bereits angesprochen, ein anderes Beispiel ist direkt für den Bankberater sichtbar in Form von Software defined Application Services – Software, die nicht mehr als umfangreiches Programm auf den PC installiert werden muss (und dort auch regelmäßig aktualisiert werden muss), sondern als Service in einer Cloud-Umgebung betrieben wird.

Ergebnis solcher Umgebungen sind primär erhebliche Einsparungen beim betrieblichen Aufwand und bei den Kosten für Investition und Pflege. Weitere wesentliche Vorteile lassen sich aber in der Flexibilität von Prozessabläufen finden und modellieren. Der Umfang von Produkten und Dienstleistungen, die heute eine Bank anbieten kann, beschäftigt IT-Abteilungen inzwischen mindestens so stark, wie die Abteilungen, die für die eigentliche Abwicklung von Aufträgen zuständig sind. Faktoren, die gerade in kompetitiven Wettbewerbsumfeldern entscheidend sind.

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